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Die Orgel in St. Cyriakus

Die Orgel ist 1905 hervorgegangen aus der Werkstatt des Orgelbauers Fleiter zu Münster. Da sie Opfer des Bombenangriffs vom 06. März 1945 wurde, hatte sie nur noch Altmaterialwert.
Nach dem Wiederaufbau erhielt die Kirche 1952 eine neue Orgel mit 21 Registern aus der Orgelbauwerkstatt E. Kemper und Sohn in Lübeck.
Als Baustoff für die Orgelpfeifen verwendet man harte und weiche Hölzer, Zinn-Blei-Legierungen, Kupfer und Zink. Diese Metalle waren in den Nachkriegsjahren leider kaum zu haben. Dennoch tat der Orgelbauer Kemper alles, um eine spielfähige Orgel abzuliefern.
Später war dann diese Orgel jahrelang sehr störanfällig.
Anfang 1976 erhielt die Orgelbauwerkstätte Stockmann in Werl den Auftrag, die Orgel zu restaurieren und umzubauen.
Alles, was noch verwendbar war, wurde benutzt. Sämtliche Pfeifen, auch die aus Zink konnten nach grünlicher Reinigung wieder eingebaut werden.
Der Spieltisch wurde erneuert und die Windladen und sonstigen technischen Einrichtungen wurden neu gebaut. Die Orgel bekam ein neues Gehäuse, mit Seitenwänden, Rückwand und Dach.
Die Orgel besteht nun aus 23 Registern und 1920 Pfeifen.
Die Orgel wird „die Königin der Instrumente“ genannt, da sie wie kein anderes Instrument in der Lage ist, alle Schichten und Tiefen des menschlichen Herzens anzusprechen.
Sie kann den Menschen mitreißen und erschüttern und sie kann ihn zu Gott hinwenden, ihn bewegen zu Bitte, Lob und Dank.