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Aktuelles aus den Gemeinden

Die indischen Ordensschwestern stellen sich vor

Sr Soumya

Sr Jincy

Wir, Sr. Soumya und Sr. Jincy möchten uns gerne Ihnen in der Gemeinde vorstellen. Wir beide kommen aus dem Bundesstaat Kerala in Indien. Indien ist nach China hinsichtlich der Bevölkerungsrate das zweit-größte Land mit 1.4 Milliarden Menschen. In Indien gibt es viele verschiedene Kulturen, Mentalitäten, Sprachen und Religionen. Gleichzeitig ist es das größte demokratisch regierte Land in der ganzen Welt.
In Indien leben nur ca. 3% Christen, ca. 82 Hindu, 9 Muslime und ca. 7% Buddhisten, Jainisten und Menschen mit anderen Religionen. Und egal, welcher Religion sie auch angehören, einen Krieg aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit gibt es nicht.

Die meisten Christen leben im Bundesland Kerala, wo wir herkommen. Die Christen in Kerala haben eine Geschichte von 2000 Jahren. Wir glauben, dass der Apostel Thomas vor 2000 Jahren nach Kerala gekommen ist und hier das Evangelium verkündet hat. Deshalb heißen wir Apostel Thomas Christen und feiern unsere Gottesdienste in dem Syro-malabarischen Ritus, einem von 22 Riten in unserer katholischen Kirche.

In Kerala erleben wir eine wachsende und aufblühende christliche Kirche. Der christliche Glaube ist für uns und für viele Menschen dort die Grundlage des Lebens. Ca. 80% Christen besuchen regelmäßig die Sonntagsgottesdienste. Jeden Sonntag gibt es eine Kindermesse und alle Kinder und Jugendlichen von 5 bis 17 Jahren lernen die Grundlagen unseres Glaubens im Katechismus Unterricht kennen. Auch Maria als Mutter unseres Glaubens hat einen hohen Stellenwert. Und so ist es in vielen Familien fester Bestandteil des Tages, abends miteinander den Rosenkranz zu beten. Die christlichen Familien sind die Keimzellen unserer Kirche. Aus ihr erwachsen viele Menschen, die ihre Berufung darin erkennen, die Botschaft des Evangeliums leben zu wollen – ob als Single, in der Familie, in einer Ordensgemeinschaft oder auch als Priester. Tausende von indischen Priestern und Ordensleuten leben und arbeiten heute außerhalb von Indien und versuchen da, wo sie wirken, das Evangelium Jesu in die Tat umsetzen.

Unsere Ordensgemeinschaft: Die „Schwestern von Sankt Martha“ wurde im Jahr 1948 in Kerala mit 12 Schwestern gegründet. Nun hat unsere Kongregation 355 Schwestern, die in 49 Konventen und 22 Sozi-aleinrichtungen arbeiten. Unsere Lebensaufgabe ist es, für die Bedürftigen und Armen da zu sein und mit unserem Gebet, unserer Präsenz und unserer Arbeit die Liebe Gottes zu jedem Menschen erfahrbar wer-den zu lassen. In Indien haben wir Schulen, Kindergärten, Altenheime, Wohn- und Werkstätten für Be-dürftige, psychisch Kranke und behinderte Menschen gegründet.

Unser 1. Konvent in Deutschland entstand vor 4 Jahren in Klein Bersen. Seit einem Monat sind wir beide in dieser schönen Gemeinde in Salzbergen und arbeiten im Haus St. Josef. Da, wo wir arbeiten und leben, möchten wir die Menschen ein bisschen glücklich und zufrieden machen – wer kann schon ohne Frieden im Herzen froh werden?

Wir versuchen, sehr einfach und sparsam zu leben. Und so können wir mit dem, was wir an Gehalt für unser Tun bekommen, auch noch einigen armen Mitmenschen in Indien helfen.

Doch noch sind wir ganz neu hier in dieser Gemeinde und haben doch schon viel Unterstützung erfahren: Zum Beispiel von Pastor Langkamp, Herrn Alfons Stein und Herrn Herbert Löchte, von einigen Gemeindemitgliedern und auch von unserem Arbeitsteam im Haus St. Josef. Dafür danken wir Ihnen allen von ganzem Herzen!

Es ist für uns vor allem jetzt, in den ersten Monaten, gar nicht so einfach, in einem neuen Umfeld klar zu kommen. Und wir glauben, dass wir noch viel Unterstützung von Ihnen brauchen, um hier Fuß fassen zu können. Bitte haben Sie Verständnis für uns, wenn wir im Moment noch nicht immer alles verstehen, was Sie uns sagen wollen und Sie uns aufgrund unserer sprachlichen Fehler auch nicht. Dennoch freuen wir uns, hier zu sein und mit ihnen zu leben.

Im Gebet verbunden, Sr. Soumya (Konventsleiterin) und Sr. Jincy

Liebe Gemeinde, heute möchte ich mich Ihnen vorstellen. Ich heiße Sr. Soumya Sebastian und komme aus Kerala in Indien. Ich bin mit 2 Schwestern und meinen Eltern auf einem Bauernhof aufge-wachsen.
Sr Soumya
Meine ältere Schwester ist auch eine Ordensschwester geworden und meine jüngere Schwester hat eine Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Nach meiner Schulausbildung bin ich in die St. Martha Ordensgemeinschaft eingetreten und Ordens-schwester geworden. Danach habe ich die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht. Im Januar 2015 bin ich nach Deutschland gekommen. Hier habe ich zunächst 4 Monate lang einen Crashkurs in deutscher Sprache gemacht. Danach bin ich in unseren Konvent nach Klein Bersen gezogen und habe 3 Jahre lang im Altenheim in Sögel als Krankenpflegerin gearbeitet. Seit einem Monat wohne ich hier in Salzbergen mit Sr. Jincy zusammen, am Feldkamp 17b und arbeite im Haus St. Josef .Sowohl in der Gemeinde als auch im Altenheim fühle ich mich sehr wohl. Schon am Anfang unseres Kommens haben wir empfunden, dass Sie uns hier in Salzbergen herzlich willkommen heißen. Das ist ein gutes Gefühl! Pastor Langkamp hat uns sehr freundlich begrüßt, für unsere Unterkunft gesorgt und darüber hinaus hat er uns schon so Einiges in dieser Gemeinde gezeigt. Herr Alfons Stein und Herr Herbert Löchte standen uns immer zur Seite, egal, ob wir organisatorische oder auch Hilfe vielerlei anderer Art brauchten. Diese Hilfe schätzen wir außerordentlich. Für alles können wir nur „DANKE“ sagen. Sr. Jincy und ich wünschen uns von Herzen, dass wir zunehmend mehr Teil dieser Gemeinde werden, dabei unsere unterschiedlichen Kulturen kennen lernen, und dass wir gegenseitig An-teil nehmen an dem, was uns bewegt mit all unseren Fragen, Freuden, aber auch Ängsten und Nöten. Mit Sr. Jincy kann ich sagen, dass wir uns jetzt erst einmal freuen, dass wir hier so einen guten Start erleben durften und dass wir uns mit Ihnen allen auf gute Begegnungen freuen. Ihnen und uns wünsche ich unter Gottes Schutz seinen reichen Segen.

Liebe Gemeinde, heute möchte ich mich Ihnen vorstellen. Ich heiße
Sr Jincy
Sr. Jincy George und komme aus Kerala im Südosten Indi-ens. Ich bin mit 5 Geschwistern auf einem Bauernhof aufgewach-sen. Vor 18 Jahren ist meine Mutter und vor 10 Jahren meine äl-teste Schwester gestorben. Nach meiner Schulausbildung habe ich die Ausbildung zur Krankenschwester gemacht und danach 14 Jahre lang in Indien in meinem Beruf gearbeitet. Im Mai 2018 bin ich nach Deutschland gekommen. Hier habe ich zunächst vier Monate im St. Annastift in Schwagsdorf gelebt (und auch Schwester Marina kennengelernt), um erste Eindrücke von der deutschen Kultur und Mentalität kennen zu lernen und natürlich auch, um ein ganz kleines bisschen die deutsche Sprache zu ler-nen. Danach war ich vier Monate im Klausenhof in Dingden, wo das „deutsch lernen“ an erster Stelle stand. Ich finde, dass „deutsch“ eine wirklich schwere Sprache ist, doch ich bemühe mich, täglich ein klein wenig mehr zu lernen. Seit einem Monat lebe ich hier mit meiner Mitschwester in dieser schönen Gemeinde Salzbergen. Pastor Langkamp, Pater Sebastian, Alfons Stein, Herbert Löchte, einige Gemeindemitglieder und das Team im Haus St. Josef haben uns sehr freundlich empfangen.

Dafür möchte ich mich bei allen ganz herzlich bedanken. Es ist für mich vor allem jetzt, in den ersten Monaten, gar nicht so einfach, mit der Unterschiedlichkeit von so Vielem in den beiden Ländern Indien und Deutschland klar zu kommen. Und ich glaube, dass ich noch viel Unterstützung von Ihnen brauche, um hier Fuß fassen zu können. Und haben Sie Verständnis für mich, wenn ich Sie im Moment noch nicht immer verstehe und Sie mich aufgrund meiner sprachlichen Fehler auch nicht. Dennoch freue ich mich, hier zu sein und einfach Vieles zu lernen.